Ernährung

SeminareErfahrungsberichte über Rohfütterung

Seminare

„Oh, anders…“ bietet Ihnen in erlesener Zusammenarbeit mit fachkundigen und an der Basis tätigen Personen aus unterschiedlichen Blickwinkeln verschiedene Seminare zu den Themenbereichen

  • „Barfen – naturnahe Ernährung“ und
  • „Ernährung und Verhalten – Zusammenhänge verstehen“

an, die entweder in Ringelsdorf, Magdeburg oder bei Ihnen vor Ort stattfinden können.

Die Seminare sind sowohl für Menschen, die beruflich mit Hunden arbeiten, als auch für private Hundehalter geeignet.

Ab einer Anzahl von 10 Teilnehmern kommen wir zu Ihnen und halten die Seminare vor Ort.

Ein Veranstaltungsraum sollte von Ihnen vor Ort organisiert werden.

Nach den Seminaren ist es möglich, Ihre eigenen Hunde von uns begutachten und sich persönliche Tipps in Ernährungs-, Verhaltens-, und Trainingsfragen geben zu lassen.

Schauen sie sich im Folgenden nähere Informationen zu meinen Seminaren an:

Rohfütterung - einfach gesund - einfach lecker
Die Liebe des Menschen geht durch den Hundemagen - is(s)t das gesund?
Ernährung und Verhalten
Gesunder oder kranker Hund - der Rücken zeigt's
Hundefutter - Herstellungsweisen & Unterschiede

Wenjas Veränderungen & meine Erkenntnisse

Wenjas Veränderungen & meine Erkenntnisse

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Wenja im März 2012
Mitte März 2012 begann ich mit meiner 13 Monate alten Labradorhündin die Ausbildung von Mensch und Hund zum geprüften Therapiehundeteam in der Nähe von Magdeburg.

Da meine Hündin viele Haare verlor und viele Ratschläge des Tierarztes ohne Erfolg blieben, sprach ich meine Trainerin auf dieses Thema an. Denn wenn Wenja mit mir zum Einsatz kommen soll, empfiehlt sich nicht unbedingt, ein stark haarender Hund.  Die erste Frage von ihr bezog sich darauf, ob es nur jetzt im Fellwechsel so ist oder generell. Ich bestätigte ihr letzteres. Da erkundigte sie sich danach, was meine Hündin zu fressen bekam und wie viel.

Da ich es nicht besser wusste und von vielen Vorurteilen geprägt war, habe ich gesagt, dass der Hund täglich seine Ration Trockenfutter bekommt und seit dem Besuch in der heimatlichen Hundeschule mit ganz vielen Leckerchen trainiert wird, die zum großen Teil von der Tagesration abgezogen werden.

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März 2012
Meine Trainerin schaute mich an – schaute meine Hündin an und dann wieder mich. Nach einem tiefem Atemzug sagte sie:
„Oh, je – komplexes Thema, Probleme mit Fell & Haut kann verschiedene Ursachen haben. Es kann eine Belastung mit Parasiten vorliegen oder eine Form von Hautpilz vorliegen.“
 Beides konnte ich beruhigt verneinen.

„Nun, schon einmal über den Stoffwechsel nachgedacht?“
Leicht irritiert schaute ich meine Trainerin an, da ich der Meinung war, dass das Fertigfutter alle benötigten Inhaltsstoffe enthält, sogar Vitamine. Es steht doch schließlich drauf und außerdem sind alle Labi´s noch viel fülliger, als meine Hündin mit 25 kg.

Aber ich hatte ja gefragt und wollte mit einem gesunden Hund arbeiten. Vor allem mit einem, der nicht so viele Haare verliert. Also gut, auch wenn das Thema Ernährung gerade nicht auf unserem Stundenplan stand, hat mir Frau Pawlitzki erklärt, was ich mit dem Hund machen kann, wenn ich es möchte. Neugierig ließ ich mich darauf ein. Sie erklärte mir die Stoffwechselzusammenhänge und regte als erste Maßnahme eine Reinigung & Entgiftung des Magen – Darmtraktes und der Leber an, um die im Körper meines Hundes eingelagerten Stoffwechselendprodukte und synthetischen Stoffe heraus zu bekommen.

Die Entgiftung & Reinigung allein sorgt aber nicht für einen intakten Stoffwechsel in der Zukunft. Die Ernährung muss auch umgestellt werden. Ich dachte bei mir, was soll ich denn da umstellen, ich hab doch schon so viel probiert.

Sie erklärte mir die Fütterung von BARF (Biologisch artgerechte Rohfütterung). Wieder begann ich zu überlegen. Ich habe mal gehört, dass der Hund einen ausgeprägten Jagdinstinkt entwickelt, wenn man rohes Fleisch füttert. Außerdem bekommt er einen schlechten Körpergeruch und bestimmt ist das ganz schön teuer. Aber Stopp! Ich bin ja zum Lernen hier. Da meine Trainerin diese sehr positive Eigenschaft besitzt, alles an praktischen Beispielen zu verdeutlichen, setzten wir uns kurz entschlossen ins Auto und wir fuhren nach Magdeburg in den Laden „Sammys Futterschüssel – Der Fleischer für Hund und Katz“. Dort konnte ich mich überzeugen und alle meine Vorurteile, die ich von der Rohfütterung hatte, wurden widerlegt.

Auch dort, vor Ort wurde meine Hündin noch einmal angeschaut und es wurde ein Plan zur Entgiftung und Futterumstellung für meine Hündin aufgestellt. An diesem Tag habe ich sehr viel gelernt. Unter anderem auch, wie wichtig es ist, dass meine Hündin abnimmt, um keine Schädigung der Gelenke zu provozieren.

An diesem Tag konnte ich nichts mehr ändern, da ich schon gefüttert hatte. Am folgenden Tag bekam Wenja nur das Präparat zur Entgiftung, was sie unglaublich gut und gierig genommen hat. Am 2. Tag bekam sie dann eine ganz geringe Menge Pferdefleisch. Nach 10 Tagen begann ich Blättermagen und Pansen zu füttern und sah, wie Wenja es genussvoll frisst. Über jede Mahlzeit bekommt sie ½ Teelöffel Lachsöl und 1x die Woche ist ein „Fastentag“, den es bis zu diesem Zeitpunkt auch nicht gab.

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April 2012
Nach 14 Tagen bemerkte ich, dass Wenja viel aufmerksamer und motivierter im Training war. Sie konnte sogar auf den Trainingstisch springen, was vor der Futterumstellung gar nicht möglich war, weil sie einfach zu gewichtig und die  Muskulatur quasi spärlich war. Selbst Leckerchen wurden von mir auf Rat meiner Trainerin komplett weggelassen. Wir üben jetzt mit Stimme, Körpersprache und Motivation durch Spielzeug.

Im April begann die zweite Seminarwoche mit drei Kilogramm weniger Körpergewicht und mehr Freude bei mir. Die Veränderungen in den letzten vier Wochen haben nicht nur bei meiner Hündin positive Kräfte freigesetzt, sondern auch meine Motivation deutlich erhöht. Es macht Spaß mit einem aufmerksamen, bewegungsfreudigen und weniger haarenden Hund zu trainieren.

Ich habe es anfangs nicht für möglich gehalten, aber der Hund hat keinen strengen Körpergeruch bekommen. Im Gegenteil, sie riecht jetzt besser auch aus dem Maul und einen Jagdtrieb hat sie auch nicht entwickelt.

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April 2012
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Juni 2012
Das Resultat hat mich eindeutig überzeugt und ich kann diese Fütterung nur empfehlen. Da der Prozess der Entgiftung noch nicht abgeschlossen ist und Wenja auch noch etwas abnehmen muss, bin ich auf die nächsten Wochen sehr gespannt.