Nur weil es alle machen, ist es RICHTIG?

Tausendfach täglich das gleiche Bild, eine straffe Leine sobald der Vierbeiner einen Artgenossen erblickt oder schlimmer noch, wenn die Leine in unerklärliche Schwingungen und Richtungswechsel gerät, weil Hund all zur Verfügung stehende Energie  aufbringt, sein Ziel zu erreichen. Herrchen oder Frauchen geben um des lieben Friedens willen nach. Schließlich will Hund ja Hund nur begrüßen. Da es ein Jeder so handhabt, wird es schon richtig sein. Oder?

NEIN, ist es nicht, eher hunderttausendfache Dummheit des Zweibeins.

Dabei wäre es so einfach und entspannend, wenn man/frau von Anfang an ihrem Hund beibringen würden, die Aufmerksamkeit an der Leine auf sein Zweibein zu lenken. Leinenkontakt zu Artgenossen ist tabu. Punkt. Das spart Stress mit Anderen, Zeit (für angenehme Dinge des Lebens) und Geld.

Gespannte Leinen über Fußwege stellen nicht nur Stolperfallen und Hindernisse für andere dar, sie tragen ferner das Potential einer Beißerei in sich. Der Hund, der bestimmen darf, wo es lang geht, wen er als erstes kontaktieren darf, hat die Führungsrolle. Wenn das Zweibein dann noch durch einen Plausch oder das Marktangebot abgelenkt ist, so liegt die Kontrollfunktion der Lage beim Hund. Er entscheidet, er agiert – Zweibein darf dann nur reagieren. Die Krönung der Situation ist, wenn Zweibein dann obendrein beleidigt ist, wenn andere Hundeführer sie bitten, ihren Hund nicht an übende Hunde heran zu lassen. Dann wird dem Pfiffi noch erklärt „der darf dich nicht begrüßen“. Ja geht’s noch?

Seien Sie schlau und beteiligen Sie sich nicht an der Massendummheit.

Ihre Ines Pawlitzki